Aktuelles

  • 16.08.2010

    Herr Thomas Löbbering hält sich beruflich im Ausland auf. Es wird gebeten, Prüfaufträge nur nach vorheriger schriftlicher oder elektronischer Terminabsprache zu erteilen, wobei die Heimatadresse zu verwenden ist.

  • 20.06.2010

    Die vier Bände der BPP-Schriftenreihe wurden bei der „London 2010 International Stamp Exhibition“ mit einer Goldmedaille in der Literaturklasse ausgezeichnet.
    London 2010 Goldmedaille

  • 20.06.2010

    Neuer Prüfer:

    Dirk Schulz, Wasserkunststraße 28, 39124 Magdeburg, Tel. 0391 25548106, Fax 0391 25548120, E-Mail post@wehama.de
    Prüfgebiet: SBZ Provinz Sachsen und Thüringen

    Folgende Verbandsprüfer haben ihr Prüfgebiet erweitert:

    Robert Brunel
    Prüfgebiet: Böhmen und Mähren: Lokalausgabe Mährisch-Ostrau

    Christian Geigle
    Prüfgebiet: Saarland Mi.-Nr. 206 - 448 und Dienst Mi.-Nr. 33 - 44

    Dr. Gertlieb Gmach
    Prüfgebiet: Rumänien Mi.-Nr. 1 – 7

    Uwe Kleymann
    Prüfgebiet: Albanien, Landespost während der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg; Laibach, Landespost während der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg; Makedonien, Landespost während der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg

    Thomas Löbbering
    Prüfgebiet: Estland, Landespost während der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg inkl. Lokalausgaben Elwa, Moiseküll, Nüggen, Odenpäh und Pernau sowie "Ostland" auf diesem Gebiet.
  • 29.05.2010

    Der Köhler-Preis für außerordentliche Verdienste um das Prüfwesen des Jahres 2010 wird überreicht an: Wolfgang Jakubek

  • 02.05.2010

    Günter Ballschmidt (Prüfgebiet Bezirkshandstempelaufdrucke SBZ) ist verstorben.

  • 26.04.2010

    Neu: Sonderprüfordnung für Feldpostmarken und Feldpost 2. Weltkrieg allgemein

  • 02.04.2010

    Verbandsprüfer Herbert Ney, Prüfgebiet Saargebiet Mi.-Nr. 1 bis 52 ist verstorben.


  • 14.12.2008

    Prüfgebiet Großbritannien, Verbandsprüfer Karl Louis teilt mit: "Prüfungen zur Zeit nur auf Anfrage! Aufgrund starker beruflicher Belastungen im Ausland (Nicht EU-Mitgliedsland) bei gleichzeitig stark erhöhtem Prüfaufkommen, insbesondere von klein- und geringwertigen Prüfvorlagen ohne tatsächlich vorhandenen Prüfungsbedarf, können Prüfungen bis auf Weiteres nur noch eingeschränkt und auf Anfrage erfolgen. E-Mail Adresse: karl.louis@t-online.de . Von der Anbringung von Prüfzeichen auf englischen Briefmarken wird zukünftig abgesehen, da diese Praxis der Kennzeichnung nicht den Markterwartungen des englischen Sammlermarktes entspricht. Ausführliche Fotoatteste und -Befunde werden weiterhin uneingeschränkt ausgestellt."

  • 25.04.2008 Icon PDF

    NEU: Schriftenreihe des BPP - Bestellung über unseren Schatzmeister udo.fleiner@t-online.de oder beim Phil*Creativ Verlag

    Aus Anlass des Jubiläums 50 Jahre BPP wurden die ersten vier Bände einer neuen Schriftenreihe des BPP präsentiert:

    Band 1 - Titel
    Wolfgang Maassen: Die Geschichte des Prüfwesens in der deutschen Philatelie (1860–1945), BPP-SchriftenreiheBand 1, Brühl 2008, Format 21 x 28 cm, 496 Seiten, 622 Abbildungen (Fotos/Faksimiles), 150g-Bilderdruck-Papier, Hardcover-Einband mit Farbtitel, VP: 74 Euro zzgl. 5 Euro Versandkostenanteil (Inland; Ausland nach Lieferart). Bestell-Nr. 9356 bei der Versandauslieferung vom Phil*Creativ Verlag, Vogelsrather Weg 27, 41366 Schwalmtal, Tel. 0 21 63/3 07 77, Fax 0 21 63/3 00 03, E-Mail: faktura@philcreativ.de, Internet (mit Bezahlmöglichkeit) www.philcreativ.de
    Der durch zahlreiche Publikationen, darunter zur deutschen Geschichte der Philatelie im 19. Jahrhundert, bekannte Autor Wolfgang Maassen, seines Zeichens Chefredakteur der Zeitschrift „philatelie“ und Präsident der AIJP, der Internationalen Vereinigung von Philatelie-Journalisten und -Autoren, behandelt den Zeitraum von etwa 1860 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
    Bald nach Erscheinen der ersten Briefmarken seit 1840 gab es auch deren erste Fälscher. Zunächst zum Zwecke der Gebührenhinterziehung, also zum Schaden der Post, indem man falsche statt echte Wertzeichen verwendete. Mit der zahlenmäßigen Zunahme von Sammlern dann aber auch zum Schaden der Sammler, denen man statt echter (und vielfach seltener) Marken betrügerischerweise falsche oder verfälschte zu verkaufen suchte.
    Für den langen Zeitraum von rund 85 Jahren zeigt der Autor Entwicklungslinien auf, macht Trends sichtbar und stellt exemplarisch ausgewählte Personen und Ereignisse vor. Was Carlrichard Brühl in seiner in erster Linie international ausgerichteten „Geschichte der Philatelie" von 1985-86 mit Blick auf Deutschland vernachlässigte, arbeitet Maassen erstmals komplex und umfassend heraus.
    Die Anfänge des Fälscher-Unwesens und des darauf reagierenden Prüfwesens in Deutschland werden dabei durchaus verkompliziert – das macht Maassen deutlich – durch die anfangs nicht eindeutige Haltung der Sammler und der sich als Fachdisziplin entwickelnden Philatelie zu Neu- und Nachdrucken von Briefmarken sowie zu sogenannten Faksimiles, die zur billigen Füllung von Lücken in den Sammlungen massenhaft produziert wurden.
    Maassen geht auf prominente Prüfer und deren Lebenswerk ebenso ein wie auf die Biografien und „Taten“ von Fälschern. Er behandelt Alfred Moschkau und Waldemar Herrmann als Prüfer der Anfangszeit, er berichtet über Fälscher wie Emil Reinhard Krippner und Georges Fouré, über Faksimile-Produzenten großen Stils wie François Fournier und Jean de Sperati, aber auch über spätere Prüferlegenden wie die Gebrüder Senf und Heinrich Köhler.
    Aufmerksam verfolgt wird der nie endende Kampf der Vereine und Verbände der Briefmarkensammler gegen die Fälscher und jene, die ihre Produkte verbreiteten. Händler geraten dabei ebenso ins Visier kritischer Auseinandersetzung wie Prüfer, die sich irrten oder bei Manipulationen sogar halfen.Die Jahrzehnte, die das Buch umfasst, ziehen dabei aus der besonderen Perspektive von Fälschungen und Prüfungsanstrengungen am Leser vorbei: Kaiserreich und Weimarer Republik ebenso wie das „Dritte Reich“. Der Autor hat seit 1999 zu seinem Thema Quellen gesichtet, alte Zeitschriften und Bücher exzerpiert, Abbildungen gesammelt, die zu den Highlights des Buches gehören, und Berichte archiviert. Er konnte daher in relativ kurzer Zeit das umfangreiche Werk schreiben, fertigstellen und vorlegen.

    "
    Pünktlich zum Jubiläum legt der inzwischen weltbekannte Spezialist für Philateliegeschichte, Wolfgang Maaßen, ein neues, im wahrsten Sinne des Wortes inhaltsschweres und umfangreiches Werk zur Geschichte des Prüfwesens in der deutschen Philatelie bis 1945 vor. Mit der Behandlung dieses außerordentlich schwierigen Themas betritt er jungfräulichen Boden, denn etwas gleichartiges oder gar gleichwertiges hat es hierzu noch nicht gegeben. Leicht und flüssig geschrieben, dabei aber tiefgründig und umfassend recherchiert, fasziniert das Buch den Leser und bietet Informationen in großer Fülle mit vielen unterhaltsamen Aspekten. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, nicht nur für Spezialisten, setzt der Autor mit hoher Authentizität und Sachkompetenz einen weiteren Markstein in der Landschaft philatelistischer Literatur. Alles in allem, Gratulation zum hervorragend gelungenen und rundum empfehlenswerten Werk."
    Dr. Eckart Bergmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates des Bundes Deutscher Philatelisten e.V.


    Band 2 - Titel
    Wilhelm van Loo: Das philatelistische Prüfwesen der Nachkriegszeit bis 1958 Vom schwierigen Neubeginn in den Westzonen und der Bundesrepublik Deutschland, BPP-Schriftenreihe Band 2, Brühl 2008, Format 21 x 28 cm, 336 Seiten, 278 Abb. (Fotos/Faksimiles), 150g-Bilderdruck-Papier, Hardcover-Einband mit Farbtitel, VP: 58 Euro zzgl. 5 Euro Versandkostenanteil (Inland; Ausland nach Lieferart). Bestell-Nr. 9357 bei der Versandauslieferung vom Phil*Creativ Verlag, Vogelsrather Weg 27, 41366 Schwalmtal, Tel. 0 21 63/3 07 77, Fax 0 21 63/3 00 03, E-Mail: faktura@philcreativ.de, Internet (mit Bezahlmöglichkeit) www.philcreativ.de
    Angesichts des zu konstatierenden weitgehenden Desinteresses der Prüfer selbst und ihres organisierten Prüfwesens an der eigenen Geschichte sind die Quellen dazu nicht gerade zahlreich und natürlich überhaupt nicht konzentriert. Der Autor Wilhelm van Loo hat daher 30 Jahre recherchiert und stellt in diesem Buch seine Ergebnisse vor.
    Wenige „Erbschaften“ mit Briefen und Dokumenten von Prüfern sind erhalten geblieben. Wichtige Informationen stammen aus den Unterlagen von Dr. Moritz Eckardt, der zu seiner Zeit die Prüfer „abfragte“. Akten zu spektakulären Prozessen um Fälschungen wurden im Nachlass von Oberstaatsanwalt Karl-Heinz Dobbert gefunden. Einige Protokolle und die Rundbriefe von Oberlandesgerichsrat Heinz Menge, der das Prüfwesen dieser Periode maßgeblich mitbestimmte, geben über Einzelheiten Auskunft. Akten aus der Zeit vor und nach Gründung des Prüferbundes 1958 sind beim „Aufräumen“ in der Geschäftsstelle des BDPh leider entsorgt worden. Zeitzeugen gibt es nur noch wenige, doch vor allem Konsul a. D. Hermann Walter Sieger half mit Unterlagen aus seinem Archiv.
    So stand Wilhelm van Loo, der selbst Prüfer war, vor der schwierigen und mühseligen Aufgabe, aus vielen einzelnen Mosaiksteinen ein möglichst stimmiges Bild des Prüfwesens von 1945 bis 1958 in Bizone und BRD zusammenzusetzen. Entstanden ist eine plastische Darstellung des Prüfwesens wie der sehr aktiven Fälschungsbekämpfung und Fälschungserkennung. Aber manches musste auch offen bleiben, denn für viele Prüfer waren nicht einmal mehr Lebensdaten oder Berufsangaben zu ermitteln.
    Im einzelnen dargestellt werden die ersten Anfänge nach 1945 mit der damit verbundenen Problematik, auch angesichts des „braunen Erbes“. Vorgestellt werden Prüfer mit bekannten Namen und die Versuche, Prüfzeichen systematisch zu erfassen. Einen breiten Raum nehmen Fälschungs-Fälle vor Gericht ein. Ablesbar wird die organisatorische Entwicklung des Prüfwesens seit 1945 mit langen Auseinandersetzungen vor der Gründung des BPP 1958.Der Autor selbst meint im Vorwort zu seiner Arbeit: „Es wird wohl für alle Autoren dieser Publikationsreihe ein nachher kaum mehr einzuschätzender Kraftakt gewesen sein, allerdings mit der Gewissheit, wohl eine letzte Möglichkeit zur Bewahrung von Vergangenheitswissen ergriffen zu haben.“

    "
    Du hast Dir mit diesem Buch ein würdiges Denkmal in der Philatelie gesetzt. Welch eine Arbeit der Recherche und der ausgewogenen Bewertung. Ich kann Dir nur danken und gratulieren zu diesem Werk und kann auch nur hoffen, dass auch die Prüfer sich manches zu Herzen nehmen! Sonst: Wie sagt man: ‚Erste Sahne!‘"
    Dr. Heinz Jaeger (RDP), Ehrenpräsident des Bundes Deutscher Philatelisten e.V.


    Band 3 - Titel
    Dr. Hans Karl Penning und Dr. Helmut Oechsner: 50 Jahre Bund Philatelistischer Prüfer, BPP-Schriftenreihe Band 3, Brühl 2008, 200 Seiten, 329 Abbildungen (Fotos/Faksimiles), 150g-Bilderdruck-Papier, Hardcover-Einband mit Farbtitel, VP: 38 Euro zzgl. 5 Euro Versandkostenanteil (Inland; Ausland nach Lieferart). Bestell-Nr. 9358 bei der Versandauslieferung vom Phil*Creativ Verlag, Vogelsrather Weg 27, 41366 Schwalmtal, Tel. 0 21 63/3 07 77, Fax 0 21 63/3 00 03, E-Mail: faktura@philcreativ.de, Internet (mit Bezahlmöglichkeit) www.philcreativ.de
    Nur auf den ersten Blick mag dieses Buch als leicht zu recherchierende Kost erscheinen, nimmt man doch vielleicht an, die Mehrzahl der hier zu behandelnden Aspekte ließe sich leicht heute zusammenstellen. Weit gefehlt! Viele Zeitzeugen der frühen 1950er- und 60er-Jahre leben heute nicht mehr und nur wenige Verbandsarchive wurden überhaupt so gepflegt, dass sie als ergiebig gelten dürfen. Dabei ist die eigene Geschichte des Bundes Philatelistischer Prüfer eine sehr komplexe, nicht selten strittige und zuweilen äußerst schwierige Verbands-, genauer gesagt: Verbände-Geschichte.
    „Das Prüferschiff in hoher See“ oder der Kapiteltitel „Wieder Kampf um die Unabhängigkeit“ lassen das hier Angesprochene deutlich werden. Der BPP stand eigentlich immer im Focus der Interessen Dritter, musste stets um die Qualifizierung seiner Experten wie um deren Unabhängigkeit streiten. Dass dies nachhaltig Persönlichkeiten wie z.B. Dr. Arno Debo zu verdanken ist, arbeitet der Autor Dr. Hans-Karl Penning, derzeitiger Verbandspräsident des BPP, an ausgewiesenen Quellen bestens belegt heraus. Dabei lässt er auch die menschlichen Schwächen potentieller Streithähne wie des damaligen APHV-Verbandspräsidenten Jürgen Ehrlich, aber auch dessen Verbandspolitik nicht außen vor: der Leser erhält einen gut dokumentierten Einblick in das Auf und Ab der Entwicklungsgeschichte. Die Strategien des Bundes Deutscher Philatelisten, ein weiterer der „Schirmherren“ des 1958 aus der Taufe gehobenen Prüferverbandes, werden gleichfalls dokumentiert und qualifiziert. Die damaligen Verbandswege erscheinen heute weder durchgehend schlüssig noch die jeweils bestmöglichen gewesen zu sein. Dies sachlich und weitgehend neutral, nämlich dicht an Primärquellen, aufzuarbeiten, ist das, was an diesem Buch fasziniert.
    Erst in den 1990er-Jahren kam das Prüferschiff in ruhigere Gewässer, entwickelten die Verbände ein konstruktives Miteinander und eine neue Form der Professionalität in der Aus- und Weiterbildung der Prüfer, der technischen sowie menschlichen Qualifizierung. Das Verdienst dieses Werkes ist es, dabei keinen relevanten Aspekt verschwiegen zu haben, auch wenn so mancher kaum als Lorbeerblatt für erwähnte Personen und Verbände aus heutiger Sicht erscheinen mag.Besonders gefragt dürften neben einem Kapitel zu Grundsatzfragen des Prüfens sowie Rechtsfragen schließlich der umfangreiche Anhangteil sein, in dem der Ko-Autor Dr. Helmut Oechsner statistisches Material zu Mitgliedern, Prüfzeiten und -zeichen der Prüfer dokumentiert, die jemals im Verband gearbeitet haben. Viele Experten, die übrigens auch nahezu alle im Bild vorgestellt werden, sind heute fast in Vergessenheit geraten, so aber wieder „entschlüsselbar“.

    "
    Wenn man von allem Anfang an mit dabei war, dann weckt dieses Buch vielfältige Erinnerungen an eine gewaltige Aufbauarbeit, die in diesen Jahren geleistet wurde. Zuerst war vieles provisorisch, auch wenn man auf die Prüferregeln und -tätigkeiten der 30er und 40er Jahre zurückgreifen konnte. Meine eigene Prüferei begann ja mit einem Brief von Oberlandesgerichtsrat Heinz Menge vom 10. November 1955, der fast aussah wie ein „Einberufungsbefehl“.
    Den Band III habe ich gelesen und festgestellt, wie viele Menschen, engagierte Philatelisten, daran gearbeitet haben, das Prüfwesen in Deutschland zu dem zu entwickeln, was es heute ist. Wer als Berufsphilatelist weltweit tätig ist, für den ist das Schlagwort von der „Globalisierung“, die man heutzutage so wichtig nimmt, nichts Neues – die Philatelie und insbesondere auch die Berufsphilatelie waren schon immer international.
    Deswegen darf ich es wagen, zu sagen, daß meines Erachtens weltweit keine Prüferorganisation besteht, die derart gut organisiert ist wie der Bund Philatelistischer Prüfer e.V. in Deutschland. Von Jahr zu Jahr wurden Regeln, die Prüfungsbedingungen und alles, was dazugehört, verbessert. Auf einen Stand, der kaum noch Wünsche offen läßt.
    Daß diese Schriftenreihe erscheint, ist mehr als lobenswert – von anderen Gebieten weiß ich, daß oft zu spät damit begonnen wurde, die Geschichte festzuhalten, und daß oft das Fehlen von Zeitzeugen bei der nachträglichen Erstellung der Geschichte fehlen und deswegen Lücken verblieben.
    Hier ist es gerade noch gelungen, die Entwicklung des Prüferbundes während der letzten 50 Jahre festzuhalten. Meine herzliche Gratulation an die beiden Autoren."

    Konsul a. D. Hermann Walter Sieger, Lorch


    Band 4 - Titel
    Peter Fischer: Das philatelistische Prüfwesen in SBZ und DDR (1945-1990), BPP-Schriftenreihe Band 4, Brühl 2008, 244 Seiten, 285 Abbildungen (Fotos/Faksimiles), 150g-Bilderdruck-Papier, Hardcover-Einband mit Farbtitel, VP: 42 Euro zzgl. 5 Euro Versandkostenanteil (Inland; Ausland nach Lieferart). Bestell-Nr. 9359 bei der Versandauslieferung vom Phil*Creativ Verlag, Vogelsrather Weg 27, 41366 Schwalmtal, Tel. 0 21 63/3 07 77, Fax 0 21 63/3 00 03, E-Mail: faktura@philcreativ.de, Internet (mit Bezahlmöglichkeit) www.philcreativ.de
    Der Versuch, auch eine Geschichte des philatelistischen Prüfens in SBZ und DDR zu schreiben, stieß auf ziemliche Schwierigkeiten. Diese lagen in erster Linie in einer absolut desolaten Überlieferung der Entwicklung dieses wichtigen Teilbereichs philatelistischen Wirkens in der DDR. Für die ersten beiden Jahrzehnte, bis etwa 1964, fehlen Akten oder gesammelte Unterlagen so gut wie völlig. Der Chronist ist in dieser Zeit allein auf die Widerspieglung des Prüfwesens und der Fälschungsbekämpfung in Zeitschriften und Katalogen angewiesen. Danach existieren aus dem Philatelistenverband der DDR Akten, die sich heute im Bundesarchiv in Berlin bei der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR befinden. Allerdings sind auch sie nicht so umfassend, dass sie eine lückenlose Darstellung zuließen.
    In den Jahren 1945–1949 vollzog sich die Entwicklung des Prüfwesens in der Sowjetischen Besatzungszone in enger Verbindung zum Prüfwesen in der Bizone und seiner dortigen Organisation. Seit 1949 begann dann eine Art „Abnabelung“ des Prüfwesens im Osten von der Prüferorganisation des Bundes Deutscher Philatelisten im Westen. Eine Eigenständigkeit war spätestens seit 1953 gegeben, obwohl noch bis 1962 zahlreiche Prüfer aus der DDR auf den Prüferlisten des dann schon gegründeten BPP standen. Die weitere Entwicklung war geprägt von der Arbeit der organisierten Philatelie im Kulturbund der DDR und erreichte einen Schnittpunkt mit der Gründung des Philatelistenverbandes der DDR 1969.
    Prozesse gegen Fälscher gab es in der DDR vergleichsweise weniger als in der BRD und in Westberlin, in den Anfangsjahren aber mit ziemlich hohen Strafen. Die Struktur des Prüfwesens, seine Organisation und seine Bestimmungen waren dabei nicht so grundsätzlich unterschiedlich von gleichartigen Entwicklungen in der BRD. Das erleichterte 1990 den Übergang des Prüfwesens der DDR in das des vereinigten Deutschlands. Zwischen 1945 und 1990 gab es in SBZ und DDR 125 Prüfer, deren Liste in der Publikation enthalten ist. Es traten seit 1953 nacheinander fünf Prüfordnungen in Kraft, die mit ihren Veränderungen im Anhang nachzulesen sind.
    Die letzte Prüferliste der DDR von 1990 umfasste 54 Experten. Davon wurden im November 1990 33 als außerordentliche Mitglieder in den BPP aufgenommen. 1993 wurden aus diesem Kreis 21 Prüfer als ordentliche Mitglieder des BPP bestätigt. Heute stehen auf der Liste des BPP unter 115 Prüfern noch 11, die ihre Tätigkeit vor 1990 schon in der DDR begannen.

    "
    Der Autor Peter Fischer hat sich bei der Bearbeitung dieses schwierigen Themas sehr verdient gemacht. Das Prüfwesen ist ein Teil der deutsch-deutschen Philateliegeschichte. Durch seine Kenntnis und das eigene Erleben des Autors hat er Quellen und Unterlagen auswerten können, die uns erst jetzt offenbaren, wie schwierig die Entwicklung des Prüfwesens im anderen Teil Deutschlands gewesen ist. Ich beglückwünsche Peter Fischer zu dieser einmaligen Dokumentation, in der auch viele bekannte Philatelisten in unsere Erinnerung gerufen werden. Peter Fischer sorgt dafür, dass weder die Geschichte des Prüfwesens in der DDR noch die vielen wichtigen Persönlichkeiten in Vergessenheit geraten. Das Buch ist für alle Interessierten ein wirklich gelungenes Werk."
    Michael Adler, Ehrenpräsident des Bundes Deutscher Philatelisten e.V.


  • 03.03.2008

    Stellungnahme des Bundes Philatelistischer Prüfer e. V. (BPP) zur Diskussion "Hart-PVC-Folien" und "Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken"

    In den Ausgaben 12/2007, 1/2008 und 2/2008 der Fachzeitschrift philatelie  wurde über sog. Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken nach Aufbewahrung in Kunststoff-Folien berichtet und diskutiert.

    Die Beurteilung philatelistischer Prüfgegenstände erfordert u. a. die Feststellung von Farbnuancen sowie gegebenenfalls deren Veränderungen. Die Tatsache, dass sich bestimmte Markenfarben unter besonderen Einflüssen verändern können, ist in einigen Fällen bereits vor ca. hundert Jahren beschrieben worden. Das häufigste Beispiel ist die Bildung von schwarzbraunem Bleisulfid durch Einwirkung von Schwefelwasserstoff oder anorganischen sowie organischen Sulfiden auf gelbes Bleichromat, das in Druckfarben enthalten sein kann.

    Da bereits geringste Mengen an Sulfiden genügen, um sichtbare Veränderungen auf einer Briefmarkenoberfläche hervorzurufen, ist die genaue Herkunft dieser Substanzen nur schwer zu eruieren. Dadurch resultieren im Einzelfall auch Probleme bei der Farbbestimmung.

    Mitglieder des Bundes Philatelistischer Prüfer e. V., Berufsphilatelisten und Sammler beobachten seit einigen Jahren ein stark vermehrtes Auftreten veränderter Farben nicht nur im zuerst betroffenen Bereich der klassischen Briefmarken, sondern auch sowohl bei neueren als auch bei modernen Sammelgebieten.

    Besonders aufgefallen ist dies bei bestimmten Briefmarkenausgaben, die in Schutzhüllen oder Albenblättern aus Hart-PVC-Folien aufbewahrt worden waren. Erhebliche Farbveränderungen waren speziell bei Langzeit-Unterbringung bestimmter Briefmarkenausgaben unter Hart-PVC-Folie zu beobachten. Der Effekt trat bei einzelnen Ausgaben aber auch relativ schnell und noch deutlicher unter Luftabschluss bzw. geringer Luftzirkulation – wie bei verschweißten Folien oder Lagerung im Bank-Safe – auf.

    Aus verschiedenen synthetischen Ausgangsmaterialien (Polyethylen "PE", Polypropylen "PP", Polyester, Polyvinylchlorid "PVC") hergestellte Kunststoff-Folien erfordern beim Produktionsprozess oder für das Erreichen der gewünschten Eigenschaften den Einsatz von Zusatzstoffen, z. B. von sog. Stabilisatoren oder Weichmachern. Stabilisatoren für die Produktion von PVC-Folien können komplexe Zinn-Schwefel-Verbindungen (Sulfide) enthalten. Art und Menge dieser Zusatzstoffe können sich außerdem im Verlauf der Jahre –z.B. in Abhängigkeit von Verarbeitungsmaschinen –geändert haben. Auch hier dürfte – rückwirkend -  eine genaue Feststellung sehr schwierig sein.

    Ungeachtet der teils widersprüchlichen wissenschaftlichen Untersuchungen zur chemischen Reaktionsweise bestimmter Folien-Zusatzstoffe mit gewissen Bestandteilen der Markenfarbe (nach neuesten Erkenntnissen auch der Gummierung) bleiben die zahlreichen Beobachtungen von Farbbeeinträchtigungen bei Lagerung in einigen Produkten aus Hart-PVC-Folien durch die Verbraucher bestehen.

    Der BPP empfiehlt daher als Vorsichtsmaßnahme zur Vermeidung von Sulfidbeeinträchtigungen eine Aufbewahrung von Briefmarken nur unter Folien, die ohne den Zusatz sulfidhaltiger Stabilisatoren hergestellt wurden.

    Auskünfte, ob die vom Sammler bisher verwendeten Folien Schwefelverbindungen enthalten, kann und sollte der einzelne Sammler von den jeweiligen Herstellern einholen.

    Der BPP hält es für unumgänglich, dass in Zukunft im philatelistischen Zubehörhandel Schutzhüllen angeboten werden, die eindeutig als "frei von Schwefelverbindungen" deklariert sind. Hier sind Handel, Hersteller und Sammlerverbände gefordert.

    Der Vorstand des BPP.

  • Aktuelle Nachrichten zum Thema Fälschungserkennung finden Sie ab sofort unter http://www.phila-kompass.de

  • Bitte beachten Sie, dass Prüfungen nur bei Originalvorlage des Materials erfolgen können. Scans können nicht beurteilt werden.

  • Tipp: Wenn Sie Ihre Prüfvorlage mit der Deutschen Post versandt haben, können Sie im Internet unter www.deutschepost.de in der Rubrik "Sendungen verfolgen" die ordnungsgemäße Zustellung kontrollieren.