Hinweise zur Einlieferung

von Prüfsendungen

1. Grundsätzliches

Neben der Freude, Erholung und Entspannung, die eine Beschäftigung mit philatelistischen Belegen (Postwertzeichen oder postalischen Belegen) bringt, bereitet diese auch immer wieder Sorgen durch Fälschungen und Manipulationen. Der Bund Philatelistischer Prüfer e. V. (BPP) hat es sich zu seiner Aufgabe gemacht, Sammler vor den Risiken zu warnen und weitestgehend vor Schaden zu schützen. Hochwertiges, aber auch besonders fälschungsgefährdetes philatelistisches Material (z.B. Aufdruckmarken, Entwertungen bei kurzen Gebrauchszeiten, Reparaturen) sollte grundsätzlich nur geprüft erworben werden. Auch Prüfzeichen können gefälscht werden, so dass sich auch das Nachprüfen von Prüfzeichen (Signum des Prüfers) lohnt. Die im BPP zusammengefassten Prüfer sind von allen deutschen philatelistischen Spitzenverbänden akzeptiert. Die philatelistische Prüfung durch die Mitglieder des BPP erfolgt auf der Grundlage einer Prüfordnung, die in der Homepage des BPP www.bpp.de und auch im Michelkatalog veröffentlicht ist. Um sich vor Schaden durch Fälschungen und Manipulationen zu schützen, sollte jeder Sammler die Prüfmöglichkeiten nutzen.

2. Hinweise, die Sie bei der Einlieferung von Prüfsendungen beachten sollten

2.1 Rechtsnatur der Geschäftsbeziehung

Bei Erteilung eines Prüfauftrages an einen Prüfer des BPP e.V. ist die Prüfordnung des BPP e.V. ausdrücklich schriftlich anzuerkennen. In ihr sind die Rechtsbeziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer (Prüfer) geregelt.

2.2 Vorbereitung der Prüfsendung

1. Informieren Sie sich über das Prüfgebiet und ermitteln Sie den zuständigen Prüfer. Beachten Sie bitte, dass Prüfer nur für bestimmte, exakt abgegrenzte Prüfgebiete zugelassen sind.

2. Der Prüfer ist berechtigt, den Prüfauftrag nicht anzunehmen. Im Zweifelsfall ist daher eine Anfrage bei dem Prüfer sinnvoll.

3. Zu den Aufgaben des Prüfers gehört nicht die Wertschätzung, hierfür sind öffentlich bestellte vereidigte Sachverständige zuständig (siehe Sachverständigengruppe).

4. Verwenden Sie die korrekte Adresse des Prüfers gemäß den Versandbedingungen der Deutschen Post AG. Beachten Sie Hinweise zur Erreichbarkeit von Prüfern in der Homepage des BPP und in der philatelistischen Fachpresse.

5. Beachten Sie die Prüfwürdigkeit der philatelistischen Belege. In der Regel sollten Prüfgegenstände einen Nettowert von € 25,00 haben, die Prüfsendung insgesamt aus wirtschaftlichen Gründen einen Nettowert von € 150,00. Ausnahmen sind stark fälschungsgefährdete Gebiete, wie z.B. Aufdruckmarken oder Entwertungen bei kurzzeitiger Gültigkeit.

2.3 Vorlage der Prüfsendung

1. Dem Prüfauftrag ist eine Aufstellung der Prüfgegenstände beizufügen. Bitte geben Sie an, in welcher Form (Signierung, Befund oder Attest) Sie das Prüfergebnis wünschen. Der Prüfer ist jedoch in der Wahl der Form frei.

2. Die Prüfgegenstände sind geordnet, gebrauchte lose Marken in falzfreiem, sauberen Zustand vorzulegen, da sonst keine Prüfung der Qualität erfolgen kann.

3. Die Anzahl der Prüfgegenstände ist zu begrenzen. Sie ist bei einzelnen Prüfgebieten unterschiedlich und sollte zweckmäßigerweise vorher mit dem Prüfer abgestimmt werden.

4. Fertigen Sie bitte zwei Kopien des Prüfmaterials an, von der Sie eine der Sendung beilegen. Die andere dient Ihnen zum Nachweis bei eventuellem Verlust auf dem Transportweg.

5. Beachten Sie die Prüfzeit. Sie beträgt in der Regel zwei Monate, maximal vier Monate, wenn mit dem Prüfer keine andere Regelung getroffen wurde.

6. Der Auftraggeber ist nach der Prüfordnung des BPP e.V. verpflichtet, den Prüfer auf alle ihm bekannten Umstände aufmerksam zu machen, die zu einer Fehlbeurteilung führen können. Insbesondere sind dem Prüfer bereits bekannte Prüfurteile, Ergebnisse von Vorprüfungen, Fehler, Reparaturen usw. sowie mehrfache Existenz des gleichen Prüfgegenstandes mitzuteilen.

7. Die Gefahr für die Versendung von Prüfgegenständen trägt der Auftraggeber. Prüfsendungen sollten deshalb als Übergabe-Einschreiben (Wertersatz bei Verlust z. Zt. bis € 25), per Postexpress gegen Unterschrift oder Paket aufgegeben werden. Die günstigste Versendungsform ist zur Zeit das Paket in der Form "Freeway". Viele Prüfer verfügen auch über eine preisgünstige, private Transportversicherung für den Hin- und Rückweg, bitte erkundigen Sie sich.

8. Teilen Sie dem Prüfer mit, in welcher Form die Rückgabe des Prüfgegenstandes erfolgen soll. Bei gewünschter Rückgabe per Einschreiben ist ein ordnungsgemäß frankierter Umschlag für die Rücksendung beizufügen.

9. Denken Sie bitte an die zusätzliche Sicherung der Prüfgegenstände gegen äußere Einflüsse. Benutzen Sie deshalb beidseitige zusätzliche Kartoneinlage, Feuchtigkeitsschutz und stabile Briefumschläge.

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