Verhaltensgrundsätze

für Prüfer im BPP e. V. (Auszug)

Verhaltensgrundsätze BPP

Während ihrer Mitgliedschaft im BPP haben die Prüfer dafür Sorge zu tragen, dass das Ansehen des BPP und seiner Mitglieder nicht geschädigt wird. Diese Pflicht wirkt auch nach ihrem Ausscheiden fort. Durch ihre Mitgliedschaft im BPP sind die Prüfer verpflichtet, die Verhaltensgrundsätze für Prüfer im BPP in der jeweils gültigen Fassung zu beachten und einzuhalten.

1 Allgemeine Pflichten

1. Der Prüfer führt seine Tätigkeit gewissenhaft aus. Informationen, die den Wert eines Prüfgegenstandes erheblich beeinflussen, dürfen nicht wissentlich verschwiegen und zum eigenen Vorteil ausgenutzt werden.

2. Grundlage seiner Prüfung ist die Prüfordnung sowie gegebenenfalls eine auf Grundlage von Ziffer 13 der Prüfordnung für das jeweilige Prüfgebiet aufgestellte Sonderregelung. Von der Prüfordnung abweichende individuelle Abreden sind zulässig, soweit der Prüfgegenstand nicht von Ziffer 6 und 7 der Prüfordnung abweichend gekennzeichnet wird. Sie bedürfen in jedem Fall zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform. Verstöße gegen diese Verpflichtungen können gemäß § 7.9 der Satzung behandelt werden.

3. Der Prüfer prüft nur Prüfgegenstände gemäß Ziffer 4.1 der Prüfordnung. Die Prüfung erstreckt sich nur auf die in Ziffer 4.2 und gegebenenfalls 4.3 der Prüfordnung aufgeführten Prüfmerkmale.

4. Der Prüfer hat die vom BPP aufgestellten Prüfstandards und Richtlinien zur Erstellung von Befunden und Attesten zu beachten und einzuhalten. Verstöße gegen die Prüfstandards und Richtlinien zur Erstellung von Befunden und Attesten können gemäß § 7.9 der Satzung behandelt werden.

2 Pflichten gegenüber den Auftraggebern

1. Der Prüfer ist verpflichtet, die Ablehnung eines Auftrages dem Auftraggeber auf Grundlage der Regelungen in der Prüfordnung mitzuteilen. Auf Verlangen des Auftraggebers ist der Prüfer ferner verpflichtet, dem Vorstand des BPP die Gründe für die Ablehnung des Prüfauftrages mitzuteilen (Ziffer 3.2 der Prüfordnung).

2. Kann der Prüfer den Prüfauftrag nicht innerhalb von zwei Monaten (bei Typ-Prüfungen nicht innerhalb von drei Monaten) nach Eingang der Prüfsendung ausführen, hat er auf Grundlage von Ziffer 3.3 der Prüfordnung zu verfahren.

3. Der Prüfer ist verpflichtet, die Vergütung für seine Prüfungstätigkeit mit einem festen Prozentsatz vom jeweiligen MICHEL-Katalogwert oder, wo ein solcher nicht anwendbar ist, vom Handelswert zu bestimmen. Das Recht zur Vereinbarung einer Mindestvergütung bleibt unberührt; die Höhe der Mindestvergütung darf nicht vom Ergebnis der Prüfung abhängig gemacht werden.

4. Der Prüfer darf sich für die Prüfung nur eine Vergütung versprechen lassen oder annehmen, die den in der Prüfordnung festgelegten Grundsätzen entspricht; unzulässig sind insbesondere Beteiligungen an einem Verkaufserlös des Auftraggebers oder eine Vergütung für den Fall des Ankaufs der Marke durch den Auftraggeber. Der Prüfer darf sich für seine Prüfung nur von seinem Auftraggeber eine Vergütung versprechen oder gewähren lassen.

5. Der Prüfer darf nur dann gleichzeitig für mehrere Beteiligte (z. B. Käufer und Verkäufer) als Auftraggeber tätig werden, wenn dies ausdrücklich vereinbart und offen gelegt wird.

6. Der Prüfer hat regelmäßig zu überprüfen, ob die Deckungssumme der von ihm nach der Satzung des BPP zu unterhaltenden Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ausreicht.

nach oben
Navigation öffnen