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Der neue Band 9 der Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft über die Postgeschichte der Marianen von 1899 bis 1914 fasst die philatelistische Forschung über die deutsche Kolonialzeit auf den pazifischen Inseln umfassend zusammen. Nach einer kurzen geschichtlichen Einführung, die auch Einblick in die Verhältnisse vor Ort bei der Übernahme von Spanien gibt, haben sich die Autoren (alle drei Prüfer für Deutsche Kolonien im Bund Philatelistischer Prüfer e.V.) neben den Briefmarken, Ganzsachen und ihren Abstempelungen vor allem der Stempelproblematik des Stempels von Saipan aus Fritzscher Produktion angenommen. So sind tabellarisch alle den Autoren bis heute bekannten Stempeldaten auf der Aufdruckausgabe der Marianen aufgeführt und eingeordnet, so dass der Sammler weiß, zu welcher Sorte „sein“ Abschlag gehört. Diese Tabelle ist wesentlich umfangreicher als die bisherigen Auflistungen von Friedemann oder Einfeldt und räumt mit Legenden und Irrtümern auf. Schließlich befasst sich das Buch auch mit der See- und Marineschiffspost sowie der Zeit um den Ausbruch des ersten Weltkrieges und den letzten Postabgängen von Saipan. Das Buch ist mit vielen Abbildungen, vor allem auch von seltenen Bedarfsbelegen, versehen, die den Text veranschaulichen. Es ist eine wirklich umfassende Information zu diesem kleinen kolonialen Sammelgebiet.

Der Band mit 140 Seiten erscheint Ende Mai 2022 und ist für € 29,- + Versandkosten über den Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Sammler Deutscher Kolonialpostwertzeichen e.V. zu beziehen: Tilmann Nössig, Koppenstr. 16, 10243 Berlin, Fax: 030-99498806, E-Mail: Geschaeftsfuehrer@kolonialmarken.de

Nach drei Jahren Corona Pause freuten sich über 70 Mitglieder über ein gelungenes
Treffen in Nürnberg

(bpp-gg) Drei Jahre ist es her, dass sich die Mitglieder des BPP zum letzten Mal persönlich zu einer Mitgliederversammlung in Nürnberg getroffen hatten. Umso größer war die Freude am 29. und 30. April, dass man sich nun endlich wieder sehen, miteinander reden und auch das eine oder andere Gläschen zusammen leeren konnte.

Blick in den Saal der Mitgliederversammlung 2022 (Foto: Wilhelm van Loo)

Präsident Christian Geigle konnte gleich zu Beginn der Veranstaltung drei neue Prüfer vorstellen, drei weitere Mitglieder hatten tags zuvor ihre Prüfgebiete erweitert. In seinem Bericht fand er lobende Worte für die neu erstellte Sonderprüfordnung für die Altdeutschen Staaten und weitere überarbeitete Regelwerke, mit denen das 2018 vorgestellte „Prüferhandbuch“ nun komplett sei. Kritisch sah Geigle „immer dieselben beiden Themen bei Beschwerden von Prüfkunden, nämlich Prüfdauer und Nichterreichbarkeit/Nicht-kommunikation von Prüfern“. Er bat die wenigen betroffenen Prüfer um Verbesserung.

Schatzmeister und Geschäftsführer Gunnar Gruber wies in seinem Bericht auf die solide finanzielle Situation des BPP hin. Dank sparsamen Haushaltens konnte er wieder ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis vorlegen und damit auch in Corona Zeiten seinen gut gefüllten Sparstrumpf unangetastet lassen.

Prüferlegende Peter Sem bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern und der
Verbandsprüfstelle für die geleistete Arbeit und bat die Anwesenden um die Entlastung, die dann auch einstimmig erfolgte. Präsident Christian Geigle nahm das mit Freude zur Kenntnis. Er sprach die 2023 anstehenden Neuwahlen des BPP-Vorstandes an und erklärte seine Bereitschaft, noch einmal zu seiner dann vierten und definitiv letzten Amtszeit anzutreten, wofür es Applaus aus den Reihen der Anwesenden gab.

Der Vorstand des BPP, v. l. n. r.: Christian Geigle, Gunnar Gruber, Detlef Pfeiffer, Dr. Peter
Provinsky, Arnold Vaatz (Foto: Wilhelm van Loo)

Nach fast sieben Stunden Sitzungsdauer war die umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet.
Um 19 Uhr begann der traditionelle Festabend, bei dem dann auch zahlreiche Damen ihre Männer begleiteten. Sie hörten zu Beginn die Laudatio von Peter Sem auf den neuen Köhlerpreisträger Michael Jäschke-Lantelme, der als 29. Preisträger seit 1996 die begehrte Medaille für außerordentliche Verdienste um das Prüfwesen in Empfang nehmen durfte. Später scherzte Dieter Michelson, als geschäftsführender Gesellschafter der Firma Heinrich Köhler Mitglied der Jury, Jäschke-Lantelme sei der erste Preisträger überhaupt, der jünger ist als er selbst. Tja, tempora mutantur – aber auch ein gutes Zeichen für die Zukunft der Philatelie!

Gruppenfoto zur Köhlerpreis-Verleihung, v. l. n . r.: Peter Sem, Dieter Michelson, Preisträger
Michael Jäschke-Lantelme, Christian Geigle (Foto: Wilhelm van Loo)

 

Als neue Prüfer im BPP e.V. wurden aufgenommen:

Prüfgebiet: Deutsche Besetzungsausgaben 1939/45 – Zara
 
Jörg Mathies
Prüfgebiet: Deutsche Besetzungsausgaben 1939/45 – Böhmen und Mähren

Wenyi Zhang

Prüfgebiet: Volksrepublik China (Mi.-Nr. 1 – 265)

Die Prüfgebiete erweitert haben:

Prüfgebiet: Deutsche Feldpost Mi.-Nr. 5 und 13
 

Michael Haslau
Prüfgebiet: Saargebiet Mi.-Nr. 1 – 52

Prüfgebiet: Gemeinschaftsausgaben für die amerikanische, britische und sowjetische Besatzungszone
(ohne Farbbestimmungen)

Mit sofortiger Wirkung beendet Roland Pieles, Burgsalach, Prüfgebiet: Kriegs- und Propagandafälschungen, seine Prüftätigkeit im BPP.